Linglsaal eine große Baustelle

Vorsicht, Baustelle! Der Lingl-Saal wimmelte vor Handwerkern und mit Latzhosen, Zollstöcken und gelb-bunten Schutzhelmen. Rote Absperrbänder und Warnschilder hinderten jedoch das Faschingsvolk nicht, die Baustelle zu betreten. Auch das Schild über dem Eingang zur Bar, auf dem vor „Absturzgefahr“ gewarnt wurde, ignorierten die Partygänger konsequent.

Die Neuhauser Spritzenmänner haben sich wieder ins Zeug gelegt, einen unterhaltsamen Rosenmontagsball auf die Beine zu stellen. Wie seit Jahren unterhielten „Fiede und Ritsch“ mit Gitarre, Keyboard und einer tanzbaren Musikauswahl der letzten 40 Jahre. Auch die Narrhalla Windischeschenbach war erneut dabei mit Kinder- und Jugendgarde, Elferrat und Prinzenpaar.

Orientalische Kostüme

Mit einer launigen Richtfestansprache an alle Handwerker und einem Krug Richttrunk-Zoigl begrüßte Vorsitzender Christian Windschiegl die Gäste. Eine Auswahl der Jugendgarde eröffnete nach der Rede des Prinzenpaars mit ihrem Gardetanz den Reigen, kurz darauf gefolgt von den jüngsten Tänzerinnen. Der Showtanz der Jugendgarde, gekleidet in orientalische Kostüme mit viel Bling-Bling um die Hüften, gefiel dem Publikum besonders gut.

Zwischen den Auftritten tobten sich die Neuhauser auf der Tanzfläche aus. Auch die Baustellen-Bar konnte den Ansturm manchmal kaum verkraften. Als Überraschung hielt das Prinzenpaar zum Abschluss eine Maskenprämierung, was bei den vielen ähnlichen „Verkleidungen“ gar nicht so einfach war. Der fünfte Preis ging so auch an die größte Gruppe, die Arbeiter mit den Schutzhelmen. Den ersten Preis sahnte eine besonders einfallsreiche Besucherin ab: Sie hatte sich als „Feierabend-Zoigl“ verkleidet, mit Schaumkrone auf dem Kopf.

Eine Mitternachts-Überraschung hatte das Musikduo angemeldet. Gitarrist „Fiede“ feierte Geburtstag. Da spielte er gleich noch etwas schwungvoller auf, damit auf der Baustelle noch lange getanzt werden konnte.

Quelle: „Onetz“

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Neuhaus

Gerätehaus ist „Zukunftsmusik

Die Feuerwehr Neuhaus setzt bei den Neuwahlen größtenteils auf ihr bewährtes Führungspersonal. Für diese Truppe steht wegen eines besonderen Jubiläums viel Arbeit an.

Neuhaus. Allle Redner machten in der Jahreshauptversammlung im Lingl-Saal deutlich, dass die Wehr eine effektive, kameradschaftliche Einheit ist. Vorsitzender Christian Windschiegl informierte, dass die Feuerwehr derzeit 125 Mitglieder hat, davon 68 im aktiven Dienst. 2021 feiere sie das 150-jährige Bestehen. Ein Ereignis, das das neue Vorstandsteam „stemmen“ müsse.

Kommandant Andreas Bogner berichtete von 55 Einsätzen, davon 14 Brände und 32 technische Hilfeleistung, wie Keller unter Wasser, Ölspur und Personenrettung bis zur Hilfe bei Problemen mit Insekten. Neunmal war die Wehr zu üblichen Verkehrsabsicherungen bei Veranstaltungen oder aus speziellem Anlass, wie der Kommandant es formulierte, „wenn ein Friedensengel landet“. Etwas ruhiger sei es auf der A 93 gewesen. Dorthin musste man 17 Mal ausrücken (2015: 27). Zu den insgesamt 994 Stunden Einsätzen kamen 1685 Übungs- und Ausbildungsstunden. 2017 wird Stadtpfarrer Hubert Bartel einen Vortrag über Unfallseelsorge halten. „Zukunftsmusik und noch nicht spruchreif“ ist ein Neubau des Gerätehauses, der auf lange Sicht notwendig sein wird.

Jugendwart Johannes Braunschmid berichtete, dass für die Jugendlichen wieder Ausbildungs-Module anstanden. Atemschutzwart Ulrich Kreinhöfner informierte, dass 4 Geräte für 23 aktive Träger zur Verfügung stehen. Für den verhinderten Johannes Eibl gab stellvertretender Kassier Thomas Neugirg einen erfreulichen Kassenbericht. Erich Sperber dankte für den Bürgermeister und die CSU-Stadtratsfraktion, Werner Sauer seitens der SPD-Fraktion und Brigitte Kreinhöfner im Namen der Pfarrei Heilig Geist für Verkehrssicherung bei Prozessionen und Wallfahrten. Thomas Wilhelm, stellvertretender Kommandant und Feuerwehrreferent im Stadtrat, bat um Geduld hinsichtlich des Neubaus des Feuerwehrhauses. André Stessmann, Kommandant der Windischeschenbacher Wehr, lobte, dass „man sich bei Einsätzen aufeinander verlassen kann“.

Bei den Neuwahlen trat stellvertretender Vorsitzender Reinhard Michl nicht mehr an. Folgendes Team führt die Neuhauser: Vorsitzender Christian Windschiegl, stellvertretender Vorsitzender Fabian Kühnl, Schriftführer David Kreinhöfner, Kassier Johannes Eibl, Unterkassier Thomas Neugirg. Beisitzer sind Franz Schönberger und Fabian Zetzl, Revisoren Wolfgang Windschiegl und Reinhard Fütterer, Zeugwart Clemens Schönberger und Jugendsprecher Moritz Punzmann.

Quelle: ONetz, 15.01.2017

 

Ehre wem Ehre gebührt

Neuhauser Feuerwehr ehrt Aktive und Vereinsmitglieder

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus im Linglsaal war der passende Rahmen für Vorsitzenden Christian Windschiegl und Kommandanten Andreas Bogner, Ehrungen für Aktive und Vereinsmitglieder vorzunehmen und Mitglieder zu befördern. Drei junge Männer wurden offiziell zu Feuerwehrmännern: Fabian Bogner, Simon Schönberger und Simon Windschiegl sind jetzt vollwertige Einsatzkräfte. Zehn Feuerwehrler wurden für 10 Jahre aktive Dienstzeit geehrt: Christian Bauer, Stefan Bauer, Lukas Fütterer, Jonas Kreinhöfner, Florian Meier, Raphael Schönberger, Florian Stangl, Johannes Windschiegl, Manuel Windschiegl und Sebastian Witt. Drei Mitglieder gehören bereits 20 Jahre lang aktiv zur Feuerwehr: Peter Bergler, Sebastian Bergler und Johannes Braunschmid. 25 Jahre engagieren sich bereits aktiv Peter Kreinhöfner, Franz Schönberger und Christian Windschiegl, 40 Jahre aktiven Dienst leistet Wolfgang Windschiegl.

Für lange Jahre Mitgliedschaft in der Wehr ging der Dank an Franz Schönberger, Peter Kreinhöfner und Christian Windschiegl für 25 Jahre, letzterer bereits 12 Jahre davon als Vorstand. 40 Jahre dem Verein die Treue halten Rupert Beer, Bernhard Käß und Wolfgang Windschiegl . Stolze 60 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr können aufweisen Karl Kreinhöfner, Ludwig Schön und Albert Mark. Die Vorstandschaft und die Vertreter der Stadt bedankten sich bei den Geehrten für ihre Treue. Beendet wurde der Abend mit dem Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“

 

Elf Wehrmänner absolvieren Leistungsabzeichen

Die elf Feuerwehrmänner hatten sich gut vorbereitet und die Leistungsprüfung bestanden. Kreisbrandinspektor Ulrich Kraus, der zusammen mit den Kreisbrandmeistern Thomas Weidner und Martin List die Prüfung abnahm, bescheinigte den Aktiven der Feuerwehr Neuhaus eine einwandfreie Leistung. „Eine Woche lang habt ihr täglich auf diese Prüfung hingearbeitet, auf das Ergebnis könnt ihr stolz sein, ihr habt Engagement gezeigt“, würdigte Kreisbrandinspektor Kraus das Prüfungsergebnis. Ein Dank galt auch Ausbilder Franz Schönberger sowie den Ergänzungsteilnehmern Fabian Zetzl, Thomas Neugirg und Benjamin Mayer. Das Leistungsabzeichen der Stufe 1 (Bronze) absolvierten Simon Schönberger und Simon Windschiegl. Stufe 3 (Gold) legten ab Lukas Fütterer, David Kreinhöfner und Andreas Witt ab, und die Stufe 4 (Gold/blau) erwarb Michael Giehl. Worte des Dankes fanden auch Vorsitzender Christian Windschiegl und Kommandant Andreas Bogner. „Bei uns in der Wehr wird Kameradschaft und Zusammenhalt groß geschrieben, das haben wir heute wieder bewiesen“, betonten sie. Bürgermeister Karlheinz Budnik und Feuerschutzreferent Thomas Wilhelm dankten im Namen der Stadt allen für ihre Bereitschaft, freiwilligen Dienst zu leisten.

Quelle: „Der Neue Tag“, 26.09.2016

Blaulichttag 2016

Freiwillige Helfer stellen sich vor

Blaulicht am Parkplatz

Am Anfang stand, wie Koordinator André Stessmann informiert, die Idee, mit einer gemeinsamen Veranstaltung an die Öffentlichkeit zu treten. Das Ergebnis: der „Blaulichttag“ auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes.

Neben den fünf Ortsfeuerwehren Windischeschenbach, Neuhaus, Bernstein, Dietersdorf und Naabdemenreuth, standen die Helfer vor Ort, Polizei, Wasserwacht und Rotes Kreuz mit der Rettungshunde-Staffel mit ihren Einsatzfahrzeugen bereit. Mehr als 50 Aktive gaben Infos und Vorführungen.

Simulierte Notfälle gaben einen Einblick, wie im Fall der Fälle ein Rädchen in das andere greift und schnell und optimal geholfen wird. Besonders viele Zuschauer hatte die Rettungshunde-Staffel: Die Hunde durchlaufen eine zwei- bis dreijährige Ausbildung und müssen keiner bestimmten Rasse angehören, sondern nur bestimmte Wesenszüge haben. Hat der Hund bei der Flächensuche ohne Leine die vermisste Person gefunden, so holt er seinen Hundeführer oder bleibt bellend daneben sitzen. Das Aufspüren gelingt auch bei – zum Beispiel in einem Karton – versteckten Personen.

Beeindruckend war der Einsatz des geprüften „Mantrailers“, der einen Menschen mit Hilfe des Geruchs eines persönlichen Gegenstandes findet. Innerhalb weniger Sekunden spürte „Faron“, der für Niederbayern und die Oberpfalz der einzige Hund mit dieser Ausbildung ist, die gesuchte Frau im Publikum auf.

Die Feuerwehr Dietersdorf zeigte zusammen mit einer Jugendgruppe einen Löschaufbau, wie er für die bayerische Jugendleistungsprüfung zu absolvieren ist: Dass jeder Handgriff sitzt, zeigte die kurze Zeitspanne, die die drei Trupps benötigten, um alle Schläuche vorschriftsmäßig auszurollen und die Anschlüsse richtig zu platzieren, um schnellstmöglich einsatzbereit zu sein.

Auch der Umgang mit dem Feuerlöscher stand auf dem Programm: Ein brennender Papierkorb sollte schnell und effektiv gelöscht werden. Nachdem Kommandant Stessmann die Vorgehensweise erläutert hatte und ein Profi die Praxis vorführte, konnten Zuschauer testen, ob sie im Notfall die Handhabung wirklich beherrschen. Denn: Im Ernstfall ist es zu spät, sich mit der Gebrauchsanweisung auseinanderzusetzen.

Das Neuhauser Team zeigte die Auswirkungen einer Explosion einer Haarspraydose und machte klar, dass bei einem Fettbrand nicht panisch, sondern überlegt gelöscht werden muss. Die Helfer vor Ort zeigten bei einem simulierten Fahrradunfall, wie sie die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernehmen. Außerdem ist das HvO-Team auch im Betreuungsdienst tätig. Das heißt, die Mitglieder übernehmen bei längeren Einsätzen auch die Versorgung der Rettungskräfte.

Am Stand der Polizei gab es neben dem Fahrrad-Pass Beratung zum Einbruch-Schutz. Großen Anklang fand die „Rauschbrille“, die die Wahrnehmungen des Trägers ähnlich wie unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt und mit der ein Parcours gemeistert werden musste.

Quelle „Der Neue Tag“, 06.09.2016

Maibaum-Aufstellen 2016

Autokran löst Lader und Traktor ab

Dennoch gelungene Maifeier der Neuhauser Feuerwehr auf dem Marktplatz

Neuhaus (mlb) Kurz und schmerzlos ging in diesem Jahr das Aufstellen des Neuhauser Maibaumes von statten. Aus Sicherheitsgründen verzichteten die Spritzenmänner erstmalig auf das spektakuläre Aufrichten des über 30 Meter hohen Baumes mit Lader und Traktor. Stattdessen hievte ein Autokran der Firma Hallenbau Kreuzer den dicken Stamm in die dafür vorgesehen Bodenöffnung. Die Hilfe der Feuerwehrmänner war erst beim Drehen und Einpassen des Baumes gefragt. Benjamin Mayer befreite vor den Augen der zahlreichen Zuschauer, die sich am Marktplatz eingefunden hatten, das festlich geschmückte Maiwahrzeichen in schwindelnder Höhe vom Haltegurt des Kranes. Für den Aufstieg wählte der gelernte Dachdecker stilecht die Feuerwehrdrehleiter. „Ich freue mich, mit dem Mai auch den Frühling begrüßen zu dürfen“, spielte Christian Windschiegl bei der anschließenden Feierstunde auf das sonnige Wetter am Samstagabend an. Der erste Vorstand der Neuhauser Feuerwehr freute sich ebenso wie Bürgermeister Karlheinz Budnik über das Fortführen der alten Tradition des Maibaum-Aufstellens. Mit fröhlichen Weisen, gesungen vom Männergesangverein Harmonie, sowie stimmungsvoller Blasmusik von den Neuhauser Boum wurde der Wonnemonat Mai begrüßt. Besonderen Grund zur Freude hatte Michl Windschiegl. Sein Los wurde von Glücksfee Miriam Würth, die mit einer Gruppe junger Damen auf ihrer Junggesellinnen-Tour Station in Neuhaus machte, aus der Lostrommel gezogen. Wenn es nach dem Wunsch des erst fünfjährigen Gewinners geht, wird der Maibaum nach seiner offiziellen Standzeit auf dem Marktplatz im heimischen Garten aufgestellt.

Eindrücke zur THL Übung der Gruppe 2

Am Donnerstag Abend beschäftigte sich die Gruppe 2 mit den uns zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln zur Technischen Hilfeleistung. Zum Einsatz kamen der Verkehrsunfallsatz, Säbelsäge, Halligantool, etc. Zu Übungszwecken stand ein ausgedienter Pkw bereit.

Rosenmontagsball 2016

Wenn der Burgturm mit der Zofe tanzt

Einfallsreiche Maskierungen, gelungene Auftritte und eine Bombenstimmung beim Mittelalter-Spektakel der Feuerwehr

Neuhaus (mlb) Eine feurig scharfe Henkersmahlzeit mit leckeren Kartoffeln, Paprika und ganz viel Fleisch – ein letzter Gruß aus der Küche bevor der Weg zum Schafott führt. Grausamkeiten, willkürliche Bestrafungen, Entbehrungen und die Pest standen im Mittelalter auf der Tagesordnung. Ganz anders zeigte sich da das Spektakulum, welches die Neuhauser Spritzenmänner am Rosenmontag im Linglsaal veranstalteten. Zwar ließen sich die zahlreichen Ballbesucher auch hier die herzhafte Henkersmahlzeit schmecken, mit illustrer Lebensfreude, Heidenspaß und ganz viel Gaudi frönten sie aber dem bunten höfischen Treiben. Eine besondere Augenweide boten dabei die gelungenen mittelalterlichen Kostüme, in welche die Maskerer geschlüpft waren. Ein Ritter mit Bettfedern-Kettenhemd erhielt ebenso bewundernde Blicke wie das stilecht gekleidete höfische Gesinde, der ehrwürdige Pest-Medikus oder der Hofnarr mit Kinderstrumpfhosen-Narrenkappe. Als Sieger der Maskenprämierung ging am Ende der Neuhauser Butterfass-Turm hervor, der sich samt seiner ihm angetrauten Zofe als „Burg-Fräulein“ präsentierte. „So manch einer hat sich hier verkleidet. Gestalten die man eigentlich meidet, haben wir hier heute schon gesehen. Da möchte man doch wieder gehen“, nahm Manuel Windschiegl die Gaudigesellschaft aufs Korn. Kurzerhand unterstellte der Hofmarschall der Pfadfinder-Faschingsgesellschaft (PFG) den Feuerwehrball unter die Regentschaft von Daniela I. und Andreas I., die begleitet von Hofstaat und Gardemädchen von ihrem reich geschmückten Thron aus das bunte Treiben verfolgten. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten auf der Tanzfläche verstanden es die Teddy Boys, quasi als Leib-Band des Rosenmontagsballs, die Narren mit einer Polonaise und bekannten Stimmungsmachern aus der Reserve locken. Die Stimmung kochte dabei so hoch, dass es für den Feuerwehrvorstand Christian Windschiegl mitunter schwierig war, Tanzpausen für die gelungenen Showeinlagen der Gardemädchen heraus zu schlagen. Sogar das Geheimnis des streng geheim gehaltenen Auftritts der Feuerwehr-Hofnarren lüftete sich aus diesem Grund erst nach Mitternacht. Mit tobendem Applaus und Lachtränen in den Augen verfolgte das Publikum den Tanz der „Helden in Strumpfhosen“. In Anlehnung an den gleichnamigen Mel Brooks – Film, der das Leben des wohltätigen Robin Hood parodiert, glänzten die Spritzenmänner mit mehr oder weniger grazilen Bewegungen, mitunter halsbrecherischen Akrobatikeinlagen und überraschenden Showeffekten.

Quelle: „Der Neue Tag“, 10.02.2016

 

Generalversammlung 2016

Kamera als Notbehelf

Kommandant und Vorstand der Feuerwehr Neuhaus blicken positiv auf das vergangene Jahr zurück. Zufrieden sind sie aber trotzdem nicht ganz.

 

Neuhaus. Es hat sich immer noch kein Grundstück für ein neues Gerätehauses gefunden. Das heißt auch, dass das Feuerwehrauto nach wie vor in der engen Kurve rückwärts aus der Garage fahren muss. Auch bei der Wartung und Pflege bleibt es eng.

Eigeninitiative
350 Euro von der Volksbank will Kommandant Andreas Bogner als Anzahlung für eine Rückfahrkamera verwenden. „Den Einbau erledigen zwei Kameraden, die Brotzeit dafür spendiere ich“, verkündete er in der Generalversammlung im Lingl-Saal. Sollte eine Finanzierungslücke bleiben, will zweiter Kommandant Thomas Wilhelm einspringen.

Kassenwart Johannes Eibl bezeichnete den Rosenmontagsball als größte Einnahmequelle des vergangenen Jahres. Vorsitzender Christian Windschiegl monierte, dass wenige eigene Mitglieder gekommen seien. Er äußerte die dringende Bitte, dies bei der Neuauflage am 8. Februar zu verbessern. „Das würde auch die Mühen der Kameraden belohnen, die sich mit viel Ehrgeiz engagieren.“ Motto ist diesmal das Mittelalter. Das Neuhauser Prinzenpaar der Pfadfinder Faschingsgesellschaft wird den Ball unterstützen.

Vorsitzender Christian Windschiegl erinnerte an Veranstaltungen wie das Bankerlfest oder das Maibaumaufstellen am Marktplatz sowie die Segnung der neuen Tragkraftspritze nach dem Floriansamt. Zum Jahresende zählte die Wehr 126 Mitglieder, davon einschließlich der Jugendlichen 68 Aktive.

Bürgermeister Karlheinz Budnik betonte, dass die Stadt alles tun werde, die freiwilligen Helfer bestmöglich zu unterstützen. 2015 habe man 20 000 Euro für die Ausstattung der fünf Wehren mit neuen Helmen aufgebracht. Stadtrat Werner Sauer dankte der Wehr, dass sie im heißen Sommer den Sportplatz ausreichend gewässert habe.

André Stessmann, Kommandant der Kollegen aus Windischeschenbach, will mit mehr Öffentlichkeitsarbeit den Nachwuchs anlocken. Weil Richard Franz bei der Staatsehrung verhindert war, erhielt er am Freitag nachträglich von Bürgermeister Budnik das goldene Ehrenkreuz für 40 Jahre Mitgliedschaft.

„Egal ob man 10 oder 70 Einsätze abarbeitet, das Wichtigste ist immer noch, dass man jemandem helfen kann und dass wir alle wieder gesund zurückkehren“, sagte Kommandant Bogner. 72 Einsätze bedeuteten 12 mehr als noch 2014. Daraus ergaben sich inklusive Übungen 972 Einsatzstunden. (Anmerkung: Die 972 Stunden sind reine Einsatzzeit – ohne Übungen).

Bei 51 technischen Hilfeleistungen von der Katze im Baum über Ölspur oder Verkehrsabsicherung, bis hin zu zahlreichen Unfällen auf der Autobahn bewiesen die Kameraden Topform. Häufig seien Unfälle an der Zu- und Abfahrt der Autobahn gewesen. Zahlreiche Kameraden absolvierten einen Motorsägenkurs, besuchten das Brandhaus Würzburg, übten als Atemschutzgeräteträger oder unterzogen sich der Digitalfunk-Schulung.

Schulungen auf dem Plan
Als Aufgaben für 2016 nannte Bogner kurz die Inbetriebnahme des Digitalfunks einschließlich entsprechender Schulungen, die modulare Truppenausbildung (MTA), Leistungsprüfungen Brand und Technische Hilfeleistungen (THL) sowie die weitere Suche nach einem Grundstück für das Gerätehaus.

Quelle: Der Neue Tag, 12.01.2016

Gute Kameradschaft. Feuerwehr Neuhaus ehrt treue Mitglieder

Vorstand und Kommandant der Feuerwehr sind stolz auf ihre Mannschaft. Das betonten sie in der Generalversammlung in Neuhaus. Anders sei es nicht möglich gewesen, 72 Einsätze erfolgreich zu bestreiten.

Neuhaus. Dass dazu auch die beste Ausstattung gehörte, dafür sorgten Funkwart Andreas Bogner, Jugendwart Johannes Braunschmidt, Atemschutzwart Ulrich Kreinhöfner, Gerätewart Thomas Kreinhöfner und Zeugwart Clemens Schönberger.

Bogner brachte die inzwischen 19 Jahre alten Funkwecker zur Sprache. Sie sollten in etwa fünf Jahren gegen Digitalfunkwecker getauscht werden. Kreinhöfner bestätigte, dass alle Geräte in einem Topzustand seien und freute sich über neue Jacken, Helme oder Handsprechgeräte.

Bei den 25 Übungen wurden 474 Stunden geleistet, bilanzierte Thomas Wilhelm. Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung zahlreicher Mitglieder, allen voran die nachgeholte staatliche Auszeichnung von Richard Franz mit dem goldenen Ehrenkreuz für 40 Jahre Mitgliedschaft. 25 Jahre sind Christian Haubner, Christof Feldmeier, Helmut Kippes, Markus Wilhelm, Jürgen Punzmann und Reinhard Michl dabei.

Die Urkunde für 50 Jahre erhielten Alexander Höcht, Albert Beer, Robert Beer, Karl Bergler, Siegfried Windschiegl, Otto Punzmann und Alfons Bergler. 25 Jahre aktive Dienstzeit hat Reinhard Michl absolviert, die staatliche Ehrung steht noch aus. Daniel Bogner und Maurice Schandri wechselten von der Jugend zu den Aktiven. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten Christian Bauer, David und Jonas Kreinhöfner, Fabian Kühnl, Ismail Qayyum, Fabian Selch, Florian Stangl, Johannes und Manuel Windschiegl.

Gitte Kreinhöfner bedankte sich für den Pfarrgemeinderat für Absicherungen beim Martinszug oder bei Wallfahrten sowie die Hilfe beim Pfarrfest.

Maibaum zum Dank

Ehrenkommandant Alfons Bergler betonte, dass gerade das schnelle Eingreifen bei einem Bienenhausbrand größeren Schaden verhindert habe. Als Gegenleistung werde Tobias Bergler den diesjährigen Maibaum spendieren. Siegfried Windschiegl wollte den aktuellen Stand beim Ausbau der neuen Atemschutzstrecke wissen (Seite 30).

Ulrich Kreinhöfner stellte in den Raum, dass die SMS-Alarmierung nicht immer klappe. Nun solle geprüft werden, ob es auf dem Markt ein System gebe. Das sagte Kommandant Andreas Bogner zu.

Quelle: Der Neue Tag, 15.01.2016